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Häuserchronik der Marktgemeinde Riedau

Herzlichen Willkommen bei der "Online-Häuserchronik" der Marktgemeinde Riedau.

 

Die erste Häuserchronik der Marktgemeinde Riedau wurde 1985 von Herrn Kons. OSR. Raimund Kislinger erstellt. Sie ist eine Fortsetzung des Werkes "Altpfarre Taiskirchen", der Seiten 263 - 318, das Hw. Herr Pfarrer Haberl Alois verfasst hat und 1901 herausgegeben wurde.

 

2012 und 2013 wurde diese Häuserchronik in Papierform ergänzt und gleichzeitig erfolgte die Veröffentlichung im Internet. Die Arbeiten (Aktualsierung der Daten) sind noch nicht abgeschlossen. Deshalb finden Sie vielleicht noch nicht alle Häuser bzw. sind die Daten noch nicht aktuell. 

Erläuterung zur "Jurisdiktion" Franking und Retschan

Die Familie Franking

Die Schlossbesitzer Franking und Retschan hatten über die Besitzer der Häuser von Riedau Gerichtsbarkeit. Die Hausbesitzer waren untertan und auch steuerpflichtig; daher sind die Steuerbeträge angegeben.

 

Das Geschlecht der Frankinger - "Vrenching" - ist urkundlich 1163 erwähnt. Die Stammburg der Frankinger stand am südlichen Weilhartsforst, am Holzöstersee, in der Pfarre Fraking.

 

Christian Franking war von 1527 bis 1531 Landrichter zu Schärding, dann Landrichter in Braunau und von 1546 bis 1564 Rentmeister in Burghausen. Er kaufte das halbe Schloss und den Markt Riedau.

 

Die Familie Retschan

Das Geschlecht der Retschan soll aus Krain stammen. Christoph von Retschan heiratete Susanne Zeller und kam daher in den Besitz des Schlosses. Die Häuser, welche im Markte den Retschan untertan waren, hatten besondere Rechte. 

 

1571 gehörten 89 Häuser zur Jurisdiktion Franking und 75 Häuser zur Jurisdiktion Retschan. Der Markt hatte somit 164 Häuser.

 

zur Person Raimund Kislinger

Raimund Kislinger wurde am 3. August 1914 in Enzenkirchen als jüngstes von 14 Kindern des Ehepaares Paul und Maria Kislinger (Obernwirt) geboren.

 

Von 1921 bis 1926 besuchte er die damals zweiklassig geführte Volksschule in seinem Heimatort. Auf Intervention seines ältesten Bruders Paul und seines Lehrers hin durfte Herr Kislinger die dreiklassige Bürgerschule des Stephaneums in Bad Goisern absolvieren.

 

Nach Beendigung seiner Pflichtschulzeit ging er nach Feldkirch/Vorarlberg, um sich dort als Lehrer ausbilden zu lassen. Am 14. Juni 1934 legte er dort die Matura erfolgreich ab.

 

Zu dieser Zeit herrschte - wie auch heute - ein Lehrerüberschuß, und es war äußerst schwierig, eine Anstellung zu bekommen. Aus diesem Grund übernahm er für einige Monate den Posten eines Amtsleiters in Enzenkirchen.

 

Am 5. August 1935 konnte er endlich seine Lehrertätigkeit an der Volksschule Altschwendt aufnehmen. In den Jahren bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges war er an verschiedenen Schulen wie Achleiten, Mitterndorf, Raab und Vichtenstein tätig.

 

Am 25. Juli 1939 wurde Raimund Kislinger zur Deutschen Wehrmacht einberufen, um seinen Kriegsdienst abzuleisten. 1943 heiratete er Leopoldine Kislinger, geb. Feldbauer, aus Altschwendt. Gegen Ende des Krieges, am 18. Jänner 1945, wurde er durch einen Granatsplitter am rechten Fuß schwer verletzt. Eine Amputation des rechten Unterschenkels war die Folge.

 

Nach seiner Heimkehr bemühte sich Herr Kislinger, nach sechs Jahren Kriegsdienst den Schuldienst wieder aufzunehmen und wurde der Volkschule St. Roman als Oberlehrer zugeteilt.

 

Im Jahre 1949 bewarb er sich um die Leiterstelle an der Volksschule Riedau. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1977 wirkte er an dieser Schule.

 

In all den Jahren, seit Herr Kislinger in Riedau lebte, war er im öffentlichen Leben tätig. Lange Jahre war er verdienstvoller Obmann des Kriegsopferverbandes wie auch des Dilettantenvereins. Seinem Sinn für Humor ist es zu verdanken, dass die Faschingsgilde Riedau ins Leben gerufen wurde. Durch sein Organisationstalent wurde die von ihm veranstalteten Festlichkeiten immer ein großer Erfolg.

 

In seiner Pension widmete sich Herr Kislinger der Erbhof- und Familienforschung und verstärkt der Heimatforschung.

 

In Anerkennung seiner Verdienste um die Marktgemeinde Riedau wurde ihm 1991 der Ehrenring in Gold verliehen.

 

Herr Raimund Kislinger verstarb am 23.03.1995.